Aufwind Zukunft - Der Podcast für Zukunftsgestalter:innen

Aufwind Zukunft - Der Podcast für Zukunftsgestalter:innen

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00:00:00: Es gibt eigentlich eine ganz einfache Begründung, warum das auch gar nicht anders sein kann, weil du nämlich die Stimme des Planeten, die hast du weder in der BWL, die hast du nicht in den Unternehmensbilanzen, die hast du auch nicht im BIP.

00:00:14: Das heißt, wir müssen an der Stelle konstatieren, dass unsere Marktwirtschaft versagt, dass eben das, wonach wir eigentlich steuern müssten, dass wir diese Grundlage, diesen Planeten, auf dem wir wohnen und auf dem wir auch wirtschaften wollen, dass wir das nur hinbekommen, wenn wir sozusagen diese Stimme entweder in die BWL, in die Balanzen ins Bib integrieren.

00:00:34: Und dann würde ich auch wieder sagen, flutscht das sozusagen mit der Freiwilligkeit und der Eigenverantwortung.

00:00:42: Willkommen bei Auf in Zukunft, dem Podcast für Zukunftsgestaltung.

00:00:46: Dirk Sander und Oliver Kuschel im Gespräch

00:00:48: mit Entscheiderinnen.

00:00:50: aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

00:00:53: Auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, wie handeln wir zukunftsfähig?

00:01:22: Der EU-Green-Deal wird zurückgefahren, das Lieferkettengesetz entschärft, erkennt das, Klimaberichte ausgedünnt und das alles unter dem Deckmantel von Bürokratieabbau und Webbewerbsfähigkeit.

00:01:33: Gleichzeitig stehen Unternehmen, die fair ökologischen transparenten Wirtschaften, unter steigendem Druck.

00:01:39: Sie konkurrieren mit Marktteilnehmern, die günstiger anbieten, da weil sie auf soziale und ökologische Standards pfeifen.

00:01:45: Wie also behauptet man sich in diesem neuen Gegenwind?

00:01:48: Dazu haben wir heute zwei Persönlichkeiten eingeladen, die es wissen müssen.

00:01:53: Beide tief im Thema, beide im Vorstand des Bundesverband nachhaltige Wirtschaft und beide mit klarer Haltung.

00:02:00: Wer das genau ist, das überlassen wir heute wieder den Gästinnen selbst, denn wir kennen sich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich sehr

00:02:07: gut.

00:02:08: Liebe Katharina Reuter, liebe Anche von Davids, wir freuen uns sehr, dass ihr da seid und Bevor wir eintauchen in Lieferkettengesetz, verplehe und die Frage nach dem Preis von Verantwortung, seid doch so gut.

00:02:20: Bitte stellt euch gegenseitig vor und sagt uns, warum ihr findet, dass ihr jeweils andere unbedingt in diesem Podcast sprechen sollte.

00:02:30: Katharina, magst du beginnen?

00:02:31: Das mache ich total gerne.

00:02:33: Freue mich, dass ich hier bin.

00:02:35: Also, was teile ich mir denn mit dir, lieber Antje?

00:02:39: Also, Antje von Davids und ich, wir teilen uns auf jeden Fall den Optimismus und die Tatkraft.

00:02:45: Wir haben beide auch in der Motivation, warum uns das eigentlich so antreibt, uns insgesamt für unternehmerische Verantwortung einzusetzen, eben auch die Verantwortung für unsere Kinder.

00:02:59: Also das, was tief aus unserem Inneren heraus eben an der Stelle dann eben auch uns beide antreibt und was total Schönes.

00:03:09: Wir teilen uns zum Beispiel auch die Ehrung mit dem Bundesverdienstkreuz.

00:03:13: Also, wir mussten es nicht durchsägen, sondern wir haben tatsächlich jeder einen sozusagen verliehen bekommen.

00:03:19: Und das ist natürlich auch schön, weil ich glaube, das gilt auch für uns beide, dass wir uns aufräufeln und in dem Sinne viel, viel unserer Energie und Kraft reinstecken in dieses Thema nachhaltiges Wirtschaften an verschiedenen Stellen eben und dass das dann eben auch so gewürdigt wurde.

00:03:37: Und warum Anche unbedingt in dem Podcast sein muss, das ist ja wohl klar.

00:03:42: Wenn man nachdenkt, wer ist die Pionierin für nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland?

00:03:47: Vor allen Dingen auch mit diesem Twist quasi in die, was braucht's denn an politischer Ramung?

00:03:54: Dann kommt man ja eben an Antje gar nicht vorbei.

00:03:57: Sie ist die Chefin von VD.

00:03:59: Sie will das Unternehmen zum nachhaltigsten Autorausrüster Europas machen.

00:04:04: Sie hat in vielen verschiedenen Themenfeldern, wo andere Unternehmen sozusagen schon bei der Aufgabenstellung irgendwie zurück.

00:04:12: Schrecken und denken, oh Gott, das ist zu anstrengend.

00:04:14: Also zum Beispiel, wie kriege ich eine wasserabweisende Autorbekleidung?

00:04:21: Wie kriege ich das eigentlich hin ohne PFAS, also diese fiesen Ewigkeitschemikalien?

00:04:26: Und so eine großen Fragestellung, die sind sozusagen für Anche an der Stelle.

00:04:30: dann eben auch nur eine Weite Herausforderung, die sie gerne annimmt.

00:04:33: Und deswegen muss sie hier eben unbedingt dabei sein.

00:04:38: Das war jetzt aber eine sehr schöne Vorstellung.

00:04:40: Vielen Dank, liebe Katharina.

00:04:43: Okay, das ist ja ganz viel schon vorweggenommen, was uns verbindet und das Wichtigste eigentlich nicht genannt.

00:04:48: sozusagen, warum sollte Katharina unbedingt dabei sein?

00:04:53: ist, weil sie quasi die Stimme der nachhaltigen Wirtschaft ist.

00:04:55: Sie ist nämlich unsere Geschäftsführerin unseres Lieblingsverbandes, dem Bundesverband für nachhaltige Wirtschaft.

00:05:02: Und da führt sie mit viel Leidenschaft, viel Kompetenz eben auch.

00:05:07: wirtschaftlicher Kompetenz, der Kompetenz Themen voranzutreiben, Menschen zu bewegen, Menschen zu begeistern für den Verband, aber auch in der Politik diesen Verband an.

00:05:19: Und wie viel haben wir jetzt sieben Monate Mitgliedsunternehmen?

00:05:23: Und

00:05:23: hier gleich auch schon eine optimistische Nachricht.

00:05:25: Dank Katharina und natürlich der Arbeit des Großartigen Verbandes ist es uns auch gelungen, auch in diesen schwierigen Zeiten sozusagen weiterzuwachsen an Mitgliedern, weil sollte ja jetzt mein sozusagen Nachhaltigkeit ist im Gegenwind und damit ist der Verband aber unter sinken, nein im Gegenteil erwächst fleißig weiter und damit bringen wir auch schon eine positive Note in diesen, finde ich, sehr pessimistisch benannten Podcast.

00:05:47: Denn Optimismus ist angesagt, das ist quasi eine Pflichtaufgabe.

00:05:50: Nur mit Optimismus können wir gestalten und da geht Katharina vorweg.

00:05:54: Mit Optimismus einerseits, aber auch mit einer gehörigen Dynamik, die auch Politiker dann sozusagen die Speispellen auf die Stirn treibt, denn einerseits die Serialitätssinn von was ist eigentlich, was was braucht und was was was machen sie jetzt und man kann doch, ist einfach eine gute treibende Kraft, die eben... Leute an dich bindet und die aber auch einen Weg aufzeigt und die auch da die notwendige Präsent und Präsenz sozusagen in die Themen reinbringt.

00:06:25: Und deshalb arbeite ich super gerne mit Katharina zusammen und freue mich, dass wir heute gemeinsam im Podcast

00:06:30: sind.

00:06:32: Ja, danke ihr beiden.

00:06:34: Also besser hätten wir das natürlich überhaupt nicht machen können.

00:06:37: Deshalb ist das eine super Idee, wenn wir zwei Gäste haben, dass die sich gegenseitig vorstellen, da kommt ja viel Persönliches schon hoch.

00:06:46: Ich würde noch mal hingehen auf den Moment, ich weiß nicht, ob es dann einen Moment gab, an den ihr euch beide erinnern könnt, also die Frage an euch beide, wann das Thema Nachhaltigkeit und vielleicht auch nachhaltiges Unternehmertum in euer Leben getreten ist.

00:07:02: Ich fange mal bei Katharina an, bei Anja habe ich vielleicht eine Idee, aber bei Katharina weiß ich es noch nicht, deshalb würde ich gerne mit ihr beginnen wollen.

00:07:11: An war der Moment bei dir, Katharina.

00:07:15: Also bei mir ist es tatsächlich, der Startpunkt für alles ist Politik und dieses sich einmischen in unsere Gesellschaft.

00:07:26: Also da war es vielleicht sozusagen, es war überhaupt noch gar nicht ganz am Anfang dieses Thema nachhaltiges Wirtschaften, aber es war eben ganz klar, ich kam von der Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz zurück und mich hat dieses nie wieder innerlich so bewegt und ich habe einen Weg für mich gesucht, eben wenn ich eben dazu ein Teil beitragen möchte, was ist denn dann eben eigentlich die Voraussetzung?

00:07:49: und für mich bin ich dann eben dazu gekommen, nicht neben dran zu stehen, sondern sich einzubringen in die Zivilgesellschaft.

00:07:55: und das war dann eben ein wilder Ritt.

00:07:58: über die Jugendumweltbewegung, große Umweltfestivals, die wir versucht haben, damals eben schon zu zeigen, dass es nachhaltiger geht, wo Sternradtouren aus ganz Deutschland beispielsweise zum großen Auftaktfestival nach Magdeburg geführt haben.

00:08:14: Und das hat mich an der Stelle eben politisiert und die Umweltthemen waren immer ganz fest mit verankert, weil ich durch Urlaub auf dem Bauernhof diese starke Verbindung zum Boden und zur Natur bekommen habe.

00:08:29: Also ich bin eigentlich Stadtkind als Berlinerin.

00:08:31: Aber und ich glaube aus dieser Mischung, also aus diesem sich eben auch interessieren und natürlich auch zu verstehen, ja, es ist eben einfach das Engagement des Einzelnen ist wichtig und auch Engagement von Unternehmen ist wichtig.

00:08:44: Es ist aber alles nicht so.

00:08:45: eine die entsprechende politische Ramung und ich glaube aus dieser Mischung ist dann eben am Ende auch im Bundesverband nachhaltige Wirtschaft ist einfach mein Traumjob, weil einfach so viele Facetten dann aus dem was mich interessiert und wofür ich mich begeistern kann, da eben zusammenfließen.

00:09:01: Ja, Antje, gerne die Frage auch an dich.

00:09:03: Also ich bezeichne VD auch gerne als Also je nachdem, das kannst du vielleicht nachher ausklären, entweder das deutsche Patagonia oder Patagonia als das amerikanische VD.

00:09:17: Vielleicht liege ich da auf falsch.

00:09:18: Die zweite Version wäre okay.

00:09:22: Gegen die Erste wäre ich mich ein bisschen ein bisschen sehr eigenständig.

00:09:25: Nein, das ist schon klar.

00:09:27: Aber wir sprechen ja nachher noch über VD.

00:09:31: Wann war bei dir der Moment?

00:09:32: War der dir schon über deine Eltern in die Wiege gelegt?

00:09:35: oder wann kam das bei dir?

00:09:40: Also ich hatte auf jeden Fall auch immer schon diesen Antrieb sozusagen.

00:09:42: Ich möchte meinen Beitrag leisten für die lebenswerte Welt.

00:09:45: Ich war schon als Schülerin eben sehr, mir war ganz viele Problematiken schon sehr früh bewusst.

00:09:51: Regenwaldabholzung und diese Zusammenhänge und auch unser Konsum trägt dazu bei.

00:09:55: und aha, wie schlimm, aber andererseits auch wie gut, da hat man einen Schlüsselpunkt, an dem man ansetzen kann.

00:10:00: Also diese Ganzheitlichkeit der Zusammenhänge, die hat mich früh abgeholt und an mir auch total den Wunsch gestärkt positiv mitzuwirken, dass wir diesen Planeten lebenswert erhalten.

00:10:10: Das hat sich natürlich noch mal verdoppelt, nachdem ich dann Kinder hatte, aber in die Wiege eigentlich gelegt, keine Ahnung, ich glaube eher von meiner Mutter, die eher so eine Greenpeace-Activistin ist im Herzen, als von meinem Vater, der aber vielleicht da kommt, dieses unternehmerische eben her, das Ganze dann auch umzusetzen.

00:10:26: Ich habe gerade darüber nachgedacht, wann das erste Mal sozusagen nachhaltiges Unternehmertum aufkam.

00:10:30: Mein ganzes Studium habe ich jetzt für die Praktika gemacht, eher so in Richtung Umweltschutz.

00:10:34: Frauenrechte, Medien, um meinen Platz zu suchen, habe aber dann meine Diplomarbeit über Corporate Community Involvement geschrieben, in Landeskunde.

00:10:43: Also ich habe mir ein Thema gesucht, das eigentlich überhaupt nicht mit meinem Studio bisher zu tun hatte und hat sich schon in Richtung ja, sozial, ökologisches Engagement von Unternehmen gerichtet.

00:10:54: Weil ich glaube ich dann durch das Praktikum bei VOD total inspiriert war, da ist mein Platz, da kann ich gestalten.

00:11:00: Das ist ja ein wahnsinniges Privileg, so viel Verantwortung.

00:11:04: auf den Schultern zu haben und dann aber auch in alle Richtungen positiv gestalten zu können.

00:11:08: Ich glaube, mich hat es da durchrührt und abgeholt, als ich zum ersten Mal in der Rolle war, als in einem Unternehmen zu arbeiten.

00:11:14: Ich durfte da die Packs in Bags aufbauen, den ganzen Geschäftsbereich und diese Vielfalt an wirklich direkten Umsetzungsmöglichkeiten, an Gestaltungsmöglichkeiten zu spüren.

00:11:24: Das hat sich angefühlt wie Heimkommen.

00:11:27: Ja, du hattest das ja vorhin gesagt, Anche.

00:11:30: Vielleicht ein bisschen negativer Titel.

00:11:32: Dann können wir das ja jetzt schon mal versuchen, ein bisschen zu wenden.

00:11:37: Gegenwind, also füllen wir es und gibt es.

00:11:40: Aber was motiviert euch beide eigentlich, dann fest zu bleiben in diesem Gegenwind?

00:11:46: Da muss es ja etwas geben, was Positives, das euch auch Kraft gibt.

00:11:51: Das habe ich vorhin gehört.

00:11:53: Der Bundesverband wächst schon mal.

00:11:54: Das ist ja schon mal eine positive Nachricht.

00:11:57: Was sonst?

00:11:58: Vielleicht ja wieder Katharina im Wechsel.

00:12:02: Ja, da kann ich super anschließen, weil zum Bundesverband nachhaltige Wirtschaft, Anja hat vorhin gesagt, Lieblingsverband und das kommt ja auch daher, dass er einfach strotzt vor Lösungen, vor Innovationskraft.

00:12:13: und immer, wenn ich quasi so einen Tag habe, wo ich vielleicht auch angesichts irgendwie wieder der nächsten crazy Nachricht, ja, wir machen das Deutschlandticket teurer, aber fliegen billiger oder wo man ja einfach nicht mehr mitkommt und denkt so, hey, wie kann man denn in der Zeit, wo wir schneller werden müssten, langsamer werden?

00:12:31: werden bei dem Thema.

00:12:32: Also immer, wenn ich einen Tag habe, wo ich so denke, boah, was motiviert mich heute, dann gucke ich eben in die vielen, vielen Lösungen von den Unternehmen im Bundesverband nachhaltige Wirtschaft.

00:12:44: Warum oder sozusagen was bleibt noch?

00:12:48: Es bleibt ja gar keine Alternative dazu, jetzt eben auch die Lösung aufzuzeigen, die wir eben für die Zukunft brauchen.

00:12:56: Und vielleicht passt der Titel zu eurem Podcast ja doch ganz gut, weil euer Podcast heißt ja Aufwind Zukunft.

00:13:04: Und heute habt ihr das Thema Gegenwind mit drin.

00:13:06: Und letztens hat irgendjemand gesagt, also es passt nicht so gut, weil ich finde, fliegen würde ich jetzt nie irgendwo als ein gutes Beispiel für nehmen.

00:13:14: Aber der sagte so zu mir, ist doch eigentlich alles schick, Katharina.

00:13:18: Ein Flugzeug kann auch nur gegen den Wind abheben.

00:13:21: Und genau so ist das sozusagen jetzt mit eurer Bewegung und den Themen, die ihr umtreibt.

00:13:25: Also gerade jetzt und jetzt erst recht.

00:13:29: Ja.

00:13:30: Also bei mir ist auch noch so, dass das was... Was wir als Marke ganz stark spüren ist, dass wir richtig viel Emotionen eben wecken mit dem Weg, den wir gehen.

00:13:42: Man hat ja dann so den Eindruck, der wird ja ganz stark, denke ich, auch dadurch... bewirkt, dass eben so katastrophale politische Entscheidungen getroffen werden, dass EU Sachen wieder rückgängig gedreht werden, dass Wirtschaftsbosse und Vereinigungen sich vorne hinstellen und sagen, dass alles zu viel ist, alles Bürokratie muss weg, hat mir das Gefühl tatsächlich, dass dann Nachhaltigkeit nicht mehr hoch im Kurs steht.

00:14:03: Dazu kommt natürlich die Wirtschaftskrise, Inflation und die Realität, dass Leute weniger Geld im Geldbeutel haben und natürlich... entweder Konsum Zurückhaltung ausüben oder eben gucken, wo können sie was billiger einkaufen?

00:14:13: und das ist dann selten nachhaltig oder seltenerben nachhaltig.

00:14:15: Da könnte man denken, okay, die Nachhaltigkeit ist jetzt weg.

00:14:18: Aber dann ist ja einerseits so, dann guckst du dir die Studien an, zum Beispiel von der HDE gibt es echt eine gute Studie, die misst jedes Jahr sozusagen das nachhaltige Bewusstsein und auch das Konsumverhalten.

00:14:27: Und das ist ja da, das ist ja nach wie vor wachsend.

00:14:29: Also ich weiß noch vor siebzehn Jahren haben wir eben mit diesem Weg begonnen.

00:14:32: Da habe ich quasi fast täglich gehört von unserem Handel.

00:14:35: Ja, also danach fragt keiner nach Nachhaltigkeit, fragt keiner also.

00:14:38: Und der Vertrieb hat gesagt, es darf auf keinen Fall mehr kosten.

00:14:40: Und das war gefühlt wirklich so und war auch in Studien belegbar.

00:14:43: Da war wenig Interesse da.

00:14:44: Das war absolute Nische.

00:14:46: Und wenn du dir die Studien heute anguckst mit nachhaltigem Bewusstsein, da sind wir in der Mitte der Gesellschaft.

00:14:50: Da sind wir bei forty bis fünfzig Prozent der Menschen, haben ein nachhaltiges Bewusstsein.

00:14:54: Ist ja auch total logisch, weil die Probleme werden ja mehr und das heißt ja nicht.

00:14:58: Beim Menschen selbst ist es ja schon so, dass er sagt, wir brauchen eine Lösung dafür.

00:15:02: und wo ist mein Beitrag?

00:15:03: Das ist was ganz Menschliches.

00:15:05: Ob sich das in Konsumverhalten ausübt, das ist die nächste Frage und die ist natürlich auch ganz stark von der wirtschaftlichen Situation abhängig und von dem sozialen Druck und der ist momentan gerade nicht so groß.

00:15:15: Also Flugscham war vor zwei Jahren, die ist gerade nicht mehr da.

00:15:17: Im Gegenteil, jetzt wird Fliegen noch billiger.

00:15:20: Also da ist natürlich die Umstände nicht ganz günstig.

00:15:22: Aber das, was ich jetzt um da nochmal am Anfang zurückzukommen, wirklich immer wieder spüre von Konsumentinnen und Konsumenten und auch wenn man Vorträge halten ist, die totale Dankbarkeit ganz ehrlich, dass Unternehmen vorausgehen, zeigen, es geht ja doch so eine tiefe Erleichterung, so eine tiefe Hoffnung, die da angesprochen wird, eine Ziele für Zuversicht, die den Menschen gegeben wird, es geht ja doch um, wir können das gemeinsam schaffen.

00:15:44: Also was gibt mir Mut?

00:15:47: Und ist auch dieser Mut, den wir als Beispiel bei anderen dadurch aufzulösen.

00:15:52: Dieses hey jetzt, wir halten die Flagge hoch und wir gehen gemeinsam weiter.

00:15:57: Und ich spüre ja auch die Vorteile, die ich als Unternehmen dadurch habe.

00:16:01: Wir haben eine extrem loyale Käuferschaft sozusagen.

00:16:04: Wir haben ein hohes Vertrauen.

00:16:06: Vertrauen ist in dieser Gesellschaft so.

00:16:08: So wertvoll geworden, die Währung unserer Zeit sozusagen und durch diesen Weg wächst du Vertrauen und das macht dir den Weg dann auch ein Stück weit einfacher und macht den auch sehr sinnerfüllt sozusagen.

00:16:20: Ja, wir haben herausfordernde Zeiten, aber ich glaube, die haben gerade alle Unternehmen und die Unternehmen, die sehr nachhaltig unterwegs sind, die kriegen zumindestens, die fühlen sich auch in so einem Netzwerk von Kunden, Partnern, Mitarbeitenden.

00:16:34: Ja, eine hohe Resilienz ist dadurch auch in jedem.

00:16:37: Voll.

00:16:37: Und das hat man ja auch auf, beispielsweise jetzt unserer Jahrestagung oder der Mitgliederversammlung gemerkt, wie viel Zusammenhalt, also und das ist sozusagen nichts, was nur vorne weg als Wort oder so getragen wird, sondern dieses Thema Kooperation und sich auch untereinander bestärken, beispielsweise bei uns im Verband, ist das auch eben auch echt, was was dieses Netzwerk ausmacht und gerade in diesen Zeiten super wichtig ist.

00:16:59: Ich hätte noch zwei ganz starke Argumente für das Thema, aber vorher wollte ich gerne euch fragen, Dirk und Oliver, weil natürlich auch die Nachrichten aus eurem Netzwerk.

00:17:09: Also wenn wir sehen, Antropia wird mit so einem tollen, neuen, großen Projekttopf sozusagen auch gefördert.

00:17:14: Die jungen Leute, die bei euch die Ideen vorstellen.

00:17:17: Also vielleicht schmeißt ihr nochmal eure Motivation oder das, was ihr jeden Tag euch standhaft bleiben lässt mit innen Raum.

00:17:24: und dann habe ich auf jeden Fall nochmal sozusagen zwei ganz nüchterne Argumente, die aber auch super wichtig sind.

00:17:31: Oliver und ich, wir sind uns ja vor sechs Jahren begegnet.

00:17:34: Wir sind beide sichtbar.

00:17:36: Das können leider die Zuhörenden hier nicht sehen.

00:17:39: Schon etwas betagter.

00:17:40: Und den Rest, den wir noch für uns haben, gehen wir da voll innen.

00:17:45: Da gehen wir voll innen.

00:17:46: Das hinterfragen wir persönlich auch nicht mehr.

00:17:48: Und was ganz großartig ist, wenn... Und das ist auch eine gewisse Standfestigkeit.

00:17:53: Man erlebt es dann, dann ist dann auch ein gewisser Attrakter da.

00:17:57: Und die Community wird größer.

00:18:00: Grunde genommen kopieren wir uns ja auch bei der Auswahl der Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten.

00:18:04: Und da merkst du, das ist eine starke Gemeinschaft, die auch die Fahne auch bei uns hochhalten wollen.

00:18:12: Also das lebt also von dieser inneren Kraft.

00:18:15: Und das macht mich auch hoffnungsfroh, dass wir das schaffen.

00:18:19: Es gab einen anderen Wind vor wenigen Jahren und es wird wieder der Wind sich drehen.

00:18:24: Da bin ich ziemlich sicher.

00:18:25: Jede Bewegung löst eine Gegenbewegung aus.

00:18:28: Und es geben uns natürlich ähnlich wie bei euch auch Erfolge recht.

00:18:33: Und wir sehen gerade auch, das muss man sagen, wir sind jetzt wieder durchfinanziert für die nächsten drei Jahre.

00:18:40: Wir haben weitere Förderpartner gewonnen, insbesondere durch den neuen Accelerator Caterina.

00:18:44: Du hast das ja nahegelegt, durch die Förderung des Wirtschaftsministeriums NRW sind wir in der Lage, jetzt tatsächlich auch in der Marktfestigungsphase von Impact Startups betreuen zu können.

00:18:58: Und darüber haben wir sogar Zugriff auf die Wirtschaft.

00:19:00: Viele Wirtschaftsförderung IAKS sind jetzt Förderpartner gewonnen.

00:19:04: Als Sponsoren geben sie uns auch das Geld, das wir unsere Arbeit machen können.

00:19:08: Also da passiert schon was, gerade im Moment in den Verbänden, interessanterweise, denn nix werden wir auch die Unternehmen nochmal angehen, haben wir auch einige bei uns.

00:19:17: Also in diesem Kreis, und da vernähern wir uns, holen wir uns die Power, die wir brauchen, um durchzuhalten, aber wir sehen natürlich drum herum auch die anderen.

00:19:28: Ja, der Dirk hat es schon beschrieben, wir ziehen natürlich die Kraft aus dieser ständigen Begegnung mit Menschen, die auch nach vorne gehen wollen, die in ein großes Risiko gehen.

00:19:39: unternehmerisch, gerade als Start-up ist das Risiko enorm, dass es nicht funktioniert, die trotz ihrer oftmals jungen Jahre diesen Optimismus und vielleicht gar deshalb und die begleiten zu dürfen ist natürlich gibt einem natürlich eine wahnsinnige Kraft, also wenn ich an meine Zeit zurückdenke als Unternehmensberater, KPMG und Managementberater später.

00:20:02: Das war manchmal schwierig daraus Kraft zu schöpfen, ehrlich gesagt.

00:20:05: Habe ich eher Geld rausgeschöpft, ja.

00:20:08: Aber jetzt gibt es einem schon eine Menge Power, wenn man sieht, dass auch junge Menschen so nach vorne gehen und mit so viel Werf und es ist einfach nur eine Freude, die begleiten zu dürfen.

00:20:20: Ich würde gerne mal nochmal auf den BNW zurück, weil wir vielleicht gleich in diese Gegenwindsdebatte dann mal einsteigen.

00:20:29: Wie arbeitet ihr beim BNW, Katharina?

00:20:32: Das kannst du vielleicht noch besser beantworten, aber Antje springt gerne rein.

00:20:37: Wie sieht eure Arbeiter aus?

00:20:39: Also es ist ja kein Club, wo man sich gegenseitig auf die Schultern klopft, wie gut man das gegenseitig tut, sondern wie zieht.

00:20:47: Also natürlich ziehen die Leute Kraft aus dem Austausch, aber wie wirkt ihr dann auch aktiv, dass sich auch was verändert?

00:20:57: Ja, die Besonderheit ist sicherlich.

00:20:59: dass die Unternehmen, die bei uns Mitglied sind, das eben auch verstanden haben, dass politische Ramung einfach einen wahnsinnigen Einfluss hat.

00:21:05: Und deswegen, wie sieht unsere Arbeit aus?

00:21:08: Wir überlegen uns, okay, was braucht denn die Politik dann an der Stelle an Rückenwind?

00:21:13: Auch beispielsweise Politikerinnen in der Union, die eben schon für beispielsweise die Relevanz auch von Umweltthemen, die das sehen, aber das eben natürlich gegen den Wirtschaftslügel in der Union schwer haben, mit welchen.

00:21:28: Argumenten mit welchen Studien, Positionspapieren können wir beispielsweise da eben auch für Rücken wird sorgen.

00:21:33: und deswegen ist schon unsere Arbeitsweise auch ein Stück weit dieses klassische Set an Lobbyarbeit.

00:21:39: Also ich sage ja auch gerne, dass ich Zukunftslobbyistin bin.

00:21:43: Weil man an der Stelle auch sagen kann, als gemeinnütziger Verband können wir da eben auch im Guten wirken.

00:21:50: Wir sind immer unterwegs im Namen des Umwelt- und Klimaschutzes und haben aber dann eben mit dieser praktischen und pragmatischen Stimme aus der Wirtschaft raus eben viele gute Beispiele, also in die nationale Kreislaufwirtschaft Strategie, ist beispielsweise unser Vorschlag einer Einspeisevergütung für Reziklate aufgenommen worden, weil wir überlegt haben, wie kriegen wir denn diesen Markt für Reziklate wieder an zu laufen.

00:22:13: Wir haben jetzt gerade frisch veröffentlicht den... Sondervermögenstracker.

00:22:18: Also wir möchten uns eben auch jetzt jedes Jahr mit jeder Haushaltsverhandlung neu anschauen.

00:22:24: Okay, wenn jetzt schon so viele zusätzliche Schulden gemacht werden, sind die dann eigentlich auch kompatibel mit den Klimazielen.

00:22:30: Und bei diesem Sondervermögenstracker kannst du quasi immer genau schauen, wie viele Milliarden geben wir jetzt als Gesellschaft auch für Maßnahmen aus, die den Klimaziel entgegenlaufen.

00:22:41: Das ist ja eigentlich völlig crazy.

00:22:42: Also und wo man sieht, da kriegt einfach Politik ganz wie praktisch.

00:22:46: Handreichung von uns, Positionspapiere, wir machen parlamentarische Abende, wir sind eingeladen im Bundestag zur Anhörung von Gesetzen und und und.

00:22:54: Also deswegen ist es dieser Mix aus dem, dass sich auf die Schulter klopfen, finde ich schon auch gar nicht so unwichtig, gerade in der herzigen Zeit, aber eben auch einfach eine ganz konkrete inhaltliche Zusammenarbeit in unseren Fachgruppen und Regionalgruppen.

00:23:08: Von daher so dieser Mix.

00:23:11: Und was auch noch finde ich relevant ist, im Vorstand sind ja lauter Unternehmer.

00:23:15: und Unternehmerinnen, die ja dann auch in Kontakt kommen mit den Politikerinnen.

00:23:20: Und die eben nicht dahingehen und sagen so und ganz furchtbar alles bürokratisch und schafft alles ab, sondern die sagen, hey, wir brauchen folgende Rahmenbedingungen.

00:23:30: Guck mal, wir können das realisieren.

00:23:32: Das ist machbar.

00:23:33: Was ich lief, hätten die Kammer transparent gestalten.

00:23:36: Man kann da verantwortlich umnehmen.

00:23:37: Auf folgende Weise, wir brauchen dafür das.

00:23:39: Ich meine, das ist ein Beispiel.

00:23:40: Das ist ein schlechtes Beispiel, weil da wurde quasi alles wieder abgeschafft.

00:23:43: Aber im Prinzip.

00:23:45: sind wir immer wieder eben auch im Gespräch um zu zeigen, was es eigentlich machbar und was bräuchte es und nicht eben dagegen, sondern eben unterstützen.

00:23:53: Und wir kriegen da auch immer viel, also überraschtes und dann auch positives Feedback.

00:23:57: Oh, ich bin eigentlich immer gewöhnt, dass die Unternehmer kommen und sagen, ist alles zu viel, ist ja auch wirklich gut, das mal zu hören und aus der Praxis zu erfahren, ja, wie kann das denn funktionieren?

00:24:08: Also wir erweitern sozusagen auch das Gedankenspektrum der Politikerinnen, die wir mit denen wir in Kontakt kommen und zeigen Best Practice auf, um am Best Practice dann eben auch zu zeigen, so kann es gehen und solche Regelungen bräuchts.

00:24:22: Jetzt habt ihr es gerade schon angesprochen.

00:24:24: Also dieses verrückte Moment, Momentum, was wir jetzt auch mal mit Gegenwind beschreiben würden, dass politisch viele Dinge, die hart erkämpft wurden, dann jetzt wieder abgeräumt werden.

00:24:35: Man spricht ja auch schon ein bisschen ketzerisch vom Green New Delay, ja, also es wird alles wieder verzögert, es wird doch aufgeweicht.

00:24:45: Vielleicht war es an der einen oder anderen Stelle auch ein bisschen zu viel, vielleicht muss noch ein bisschen selbstkritisch sein, dass die Unternehmen vielleicht überlastet wurden mit diesen neuen Reporting Anforderungen, aber jetzt im Gegenzug wieder viele Dinge abzuholmen und man sieht ja, vielleicht kommen wir da gleich auch noch zu, dass jetzt dann auch Stimmen aus der etablierten Wirtschaft laut werden.

00:25:05: Auch das Thema Emissionshandel ist meine Frage zu stellen, Katastrophe.

00:25:11: Das wäre ja das gänzlich falsche Signal, dass man vielleicht irgendwelche Reportingpflichten aufweicht.

00:25:15: Das mag ja noch vielleicht pragmatisch sein, aber da kommen wir gleich zum Thema Emissionshandel.

00:25:21: Aber du hast beschrieben, Katharina, wie er wirkt politisch als Zukunftslobbyisten, so will ich es mal nennen.

00:25:28: Ja, also wie kann man jetzt dagegen steuern?

00:25:33: Du müsstest ja eigentlich ganz dach ein Kopf schütteln, wenn du siehst, wie Dinge wieder abgeräumt werden, die man eigentlich schon hinter sich glaubte.

00:25:40: Also, wie agiert der jetzt?

00:25:42: Einfach nur gegenhalten oder habt ihr andere Möglichkeiten?

00:25:46: Ja also wir schütteln natürlich den Kopf, aber wir gucken natürlich auch wo sind unsere Verbündeten?

00:25:52: und wo sind vielleicht auch ungewöhnliche Verbündete?

00:25:54: und an der Stelle können wir eben sehen aus einer ganz nüchternen Risikoperspektive ist die Banken- und Versicherungswirtschaft beispielsweise an der Stelle für diese neue Nachhaltigkeit oder auch die neue Ernsthaftigkeit, die sind dafür eben wichtige Verbündete.

00:26:11: Und wenn wir uns angucken, was die europäische Versicherungsaufsicht oder auch die europäische Bankenaufsicht vorgibt für ihre einzelnen Akteure in den Mitgliedscharten, wir haben auch jetzt gesehen, die EZB, also die Europäische Zentralbank hat jetzt die ersten Strafzahlung gegen Banken verhängt, weil sie ihre Klimarisiken nicht vernünftig ab... gebildet haben.

00:26:33: Und da sieht man eben, deswegen ist es nicht nur in dem Sinne, sondern dagegen halten, sondern der Politik jetzt auch immer wieder aufzeigen.

00:26:41: Leute, das wird der den Unternehmen auf die Füße fallen.

00:26:44: Wenn die nämlich hingegen zu ihrer Bank und einen Kredit möchten, werden sie eben feststellen, wenn sie ihren Transitionsplan, also wie wollen sie eigentlich als Unternehmen selbst ihre CO-Zwei-Emission runterbringen, wenn sie das nicht vorweisen können, dann bekommen sie eben entweder gar keinen Kredit mehr oder nur zu sehr schlechten Konditionen.

00:27:02: und mit Versicherungen sieht sie genauso aus mit Versicherungspolizen.

00:27:05: Das heißt, hier ist, glaube ich, ein Mechanismus längst in Gang.

00:27:10: Und deswegen bin ich dazu übergegangen, eben zu sagen, Nachhaltigkeit ist die neue Wettbewerbsfähigkeit, weil wenn Unternehmen das jetzt verstehen und sich vorbereiten, dann sind sie an der Stelle eben auch gut aufgestellt, was das ganze Thema Konditionen bei Banken und Versicherungen angeht.

00:27:26: Und die anderen müssen da eben noch ein Stückchen nacharbeiten.

00:27:29: Also deswegen unter dieser Überschrift, Nachhaltigkeit ist die neue Wettbewerbsfähigkeit.

00:27:34: haben wir einfach die Versicherungswirtschaft, die Finanzwirtschaft für eben diese neue Nachhaltigkeit.

00:27:41: Ich brauche noch ein besseres Wort, aber neue Nachhaltigkeitsernsthaftigkeit ist das, was ich beobachte.

00:27:47: Und dazu passt eben auch, dass dann über den LEH bis hin zu den Discounter die Strategien für ihre Sortimente sich jetzt zum Beispiel an der Planetary Heart Diet ausrichten.

00:27:58: Also wie cool ist das, dass auch die Discounter eine Proteinstrategie haben, Tierwohl und so weiter, diese Dinge sozusagen mit einbeziehen.

00:28:06: Also da sehen wir doch einfach super viel, wo der Markt.

00:28:09: wo die Wirtschaft viel weiter ist als die Politik.

00:28:14: Und ich würde noch dazu addieren, dass das, was wir sehen in der Politik, ist ja so ein Projektionismus, also wirtschaftlich harte Zeiten, der Bedarf des Bedürfnis, des instinktiven Bedürfnis, dann aus der Politik, okay, wie kann ich jetzt die Wirtschaft schützen, führt dazu sozusagen vor Nachhaltigkeit, vor einem professionellen Aufbau von Nachhaltigkeitsmanagement zu schützen.

00:28:34: Und das ist also... Nüchter betrachtet zynisch, denn das nimmt den Unternehmen, wie Katharina eben gerade raus geschildert hat, eben die Zukunftsfähigkeit.

00:28:42: Denn Nachhaltigkeitskompetenz im Aufbau von Nachhaltigkeitsmanagement, von der Bewertung von Risiken, von Lieferkettenmanagement, von all dem, was damit zusammenhängt, das baue ich mir nicht über Nacht auf.

00:28:53: Sondern das ist was, wo ich Expertise brauche, wo ich Prozesse brauche, wo ich richtig, das ist ein Management-Systeme.

00:28:58: Also da, das ist für mich eine wesentliche Aufgabe von uns sozusagen, das ist immer wieder bei dem... Politikern zu verdeutlichen, was ihr macht, beschützt nicht die Unternehmen, sondern ihr ihr protektioniert hier in der Art und Weise, die verhindert, dass Zukunftsfähigkeit aufgebaut wird.

00:29:13: Ein wunderschönes Beispiel finde ich bei der deutschen Autoindustrie, die ist so stark protektioniert, dass einfach China dran vorbeifährt mit Elektroautos.

00:29:22: Da kann man das so richtig schön sehen, was es bewirkt, wenn Politik zu stark scheinbar beschützt vor vor den tatsächlichen Themen und Herausforderungen.

00:29:33: Gute Unternehmen funktionieren so, die schauen sich die Herausforderungen an und sagen sie, okay, wie finde ich jetzt Lösungen?

00:29:38: Aber davor zu schützen, sich die Herausforderungen anzuschauen, die ich selbst verursache, ja, das kann eigentlich mittel- und langfristig nur in den Stillstand führen.

00:29:49: Und was das Verrückte ist, darf ich noch ganz kurz zu dem Omnibus, wo einfach jetzt in Brüssel ja versucht wurde, mit dem Omnibus quasi Aufwand abzubauen.

00:29:58: Und wir wissen zum Beispiel jetzt durch die aktuelle Befragung, also jetzt auch wieder eben aus dem Bereich Banken.

00:30:07: Siebzig Prozent der Banken haben gesagt, sie haben mehr Aufwand anstatt weniger mit dem Omnibus.

00:30:12: Woran liegt das?

00:30:14: eben das natürlich, wenn es einheitliche Regeln für alle gegeben hätte, auch die Banken, eben die Daten, die sie eben brauchen von den Unternehmen in einer strukturierten Form, die Unternehmen hätten alle gewusst, die und die Daten müssen sie parat haben.

00:30:29: Und was werden wir jetzt haben?

00:30:30: Wir werden eben einen Flickenteppich haben und deswegen nicht mal dieses Bürokratieabbau oder Aufwandsabbau, nicht mal das Versprechen löst sich ein.

00:30:39: Also das ist wirklich, finde ich, das Verrückte bei der ganzen Sache.

00:30:43: Das überrascht mich jetzt gerade, dass sogar mehr Aufwand damit zusammenhängt als genau das Gegenteil.

00:30:51: Ich hatte mir den einfachen Schluss zugetraut, wenn tatsächlich bis zu achtzig Prozent weniger Unternehmen am Ende Berichterstattungen nach CSRD beispielsweise leisten müssen, dann sind es eben achtzig Prozent weniger.

00:31:06: und irgendwo Wird man das gegebenenfalls später noch, noch das nochmal nach oben oder nach unten, je nachdem wie man das sieht, ne?

00:31:15: Genau, genau.

00:31:16: Aber die Banken fragen die halt trotzdem.

00:31:18: Das ist denen ganz egal, ob sie müssen oder nicht.

00:31:20: Für die Banken brauchen sie die Zahlen dann trotzdem, für die Versicherung auch.

00:31:24: Das ist ja sozusagen das, wo ich sage, das hat die Politik leider nie verstanden, dass wir schon längst Zacken weiter sind, wenn wir sagen, wir müssen Klimarisiken, Biodiversitätsrisiken.

00:31:35: Man muss sich das mal vorstellen.

00:31:36: Die Commerzbank hat vor ein paar Wochen auf einer Veranstaltung gesagt, sie reden nicht mehr über Jahre, sie reden nur noch über Monate, bis sie jedes Unternehmen bei einer Kreditanfrage nach den Auswirkungen auf Biodiversität fragen werden.

00:31:50: Und dann guckst du in die Wirtschaft und ganz viele Unternehmen sagen Biodiversität, das hat doch nichts mit mir zu tun.

00:31:55: Also wo wir auch sehen, genau was Anche gesagt hat dieser Bissens.

00:31:59: Aufbau dieser auch natürlich einfach Implementierung von Business Tools für dieses neue Normal.

00:32:05: Da hakt es dann jetzt an der Stelle ein.

00:32:09: Könnte man daraus den Schluss ziehen.

00:32:10: Also das wäre ja fantastisch.

00:32:13: Sprach ja davon, dass eine neue Ernsthaftigkeit Katharina jetzt vielleicht auch einzieht bei den Unternehmen, dass wir so an einem positiven Kipppunkt sind hin zu mehr Eigenverantwortung von Seiten der Unternehmen, weil sie es auch begriffen haben.

00:32:28: Weil die Prozesse ja auch in der Vergangenheit schon jetzt entsprechend vorbereitet sind, man sich darauf eingestimmt hat, aber auch vielleicht tatsächlich aus Einsicht heraus, whatever.

00:32:39: Also ich in Richtung Freiwilliger, wenn man so will, Selbstverpflichtung, du hast es gemacht, Anche, vor über fünfzehn Jahren bist du vorangegangen mit VD.

00:32:51: Ich war zu genau dem Zeitpunkt unterwegs in der Umweltakademie in München mit dem Thema freiwillige Selbstverpflichtung und wurde da von vielen NGOs eher angegriffen.

00:33:04: Ich hatte immer das positive Beispiel VD genannt, da funktioniert es ja.

00:33:09: Tatsache ist aber eben bei den allermeisten scheinbar zumindest damals nicht den verjetzt.

00:33:14: aber an einem positiven kippung könnte es sein dass die verantwortung jetzt tatsächlich in der wirtschaft angekommen ist und vor allen Dingen relevante player jetzt weitergehen.

00:33:23: und egal wie die politik entscheidet.

00:33:27: Also ich glaube das bild ist in komplexes.

00:33:30: also es gibt das was die katarina sagt.

00:33:33: Es gibt gleichzeitig das bild das die die vorausgegangen sind wie wir.

00:33:39: Und die, also die vielen Pioniere, die vielen verantwortungsbewussten Unternehmen, die sich jetzt auf die kommenden Regeln noch zusätzlich eingestellt haben, weil du musst ja dein System immer ein bisschen anpassen, damit es auf die neuen Regelungen angepasst ist, da nochmal Kosten und Aufwand in die Hand genommen haben.

00:33:51: Die haben jetzt alle, die waren in der Vergangenheit sowieso schon benachteiligt.

00:33:56: Die sind jetzt nochmal abgestraft worden und bleiben auf ihren Kosten und in den Aufwänden sitzen.

00:34:00: Das würde ich auch mal so stehen lassen.

00:34:02: Also die Politik dient nur den, die einfach nichts tun.

00:34:05: Und dann aber... Ist dann auch noch ganz spannend zu sehen, das habe ich so oft erlebt, weil aus der Politik, aus der Wirtschaft kam ja so viele Gegenstimmen, so viele Unternehmer und Verbände, die sich hingestellt haben und gesagt haben, es ist überhaupt nicht möglich und es ist ja eine naive Politik und was auch immer um Bürokratie und es muss alles weg.

00:34:24: Bei denen ist ja im Unternehmen selbst auch schon ganz viel gelaufen.

00:34:27: Natürlich haben die sich auch darauf eingerichtet, gerade die größeren Unternehmen, die haben da... sich Experten eingeholt, die natürlich dann auch intrinsisch motiviert sind, das Unternehmen aufzubauen.

00:34:37: Die sind schon viel weiter, als der Anschein nach außen ist und das wird teilweise jetzt wieder runtergefahren, das nehme ich dann auch wahr.

00:34:45: Also was ich wahrgenommen habe, ist es eine, dass die Mitarbeiter dann oftmals entsetzt waren, was die Chefs jetzt wieder nach außen groß verkündet haben, denn im intern wird auch schon einfach dran gearbeitet.

00:34:55: Aber gleichzeitig nehme ich auch wahr, dass jetzt tatsächlich viel von dem wieder runtergefahren wird.

00:34:59: Also dass jetzt schon ein einen runterfahren auf das, ja, entweder ein komplettes Stoppen ist oder einen runterfahren auf das, was notwendig ist.

00:35:08: Also, ich glaube, dass die Erkenntnis, dass ich bei der nächsten Krediteinholung das Ganze wieder aufbauen muss, ist, hat sich noch nicht durchgesetzt.

00:35:17: Darf ich zu dem Thema Eigenverantwortung, Dirk?

00:35:20: Also, weil das triggert mich in dem Sinne total.

00:35:23: Weil das ist ja auch immer, wenn du so willst, einer der Kernauseinandersetzungen zwischen Verbänden wie den BDI und uns.

00:35:32: Also, die Industrielobby, die ganz stark für dieses Prinzip der Freiwilligkeit.

00:35:37: Wir sind doch alle Unternehmerinnen und Unternehmer, wir machen das doch schon aus eigenem Interesse.

00:35:41: Lasst uns doch, ihr müsst uns bloß mal machen lassen, wir machen das schon aus eigenem.

00:35:46: Gebt

00:35:46: uns doch mal vertrauen.

00:35:48: Vertraut uns doch mal, kontrolliert uns doch nicht, so wir machen das doch.

00:35:51: Und was haben wir in den letzten Jahrzehnten gesehen?

00:35:54: Weder das Thema CO-Zwei-Emissionen haben Sie freiwillig hingekriegt, noch das Thema Menschenrechte in der Lieferkette, noch das Thema Aufbau von Ökosystemen, Biodiversität.

00:36:04: Also du kannst ja die Themen durchgehen und eben einfach, deswegen, ich habe dazu echt... eine andere Haltung.

00:36:09: Ich sage, ich bin fest davon überzeugt, dass das Prinzip Freiwilligkeit gescheitert ist.

00:36:15: Es gibt eigentlich eine ganz einfache Begründung, warum das auch gar nicht anders sein kann, weil du nämlich die Stimme des Planeten, die hast du weder in der BWL, die hast du nicht in den Unternehmensbilanzen, die hast du auch nicht im BIP.

00:36:28: Das heißt, wir müssen an der Stelle konstatieren, dass unsere Marktwirtschaft versagt, dass eben das, wonach wir eigentlich steuern müssten.

00:36:37: dass wir diese Grundlage, diesen Planeten, auf dem wir wohnen und auf dem wir auch wirtschaften wollen, dass wir das nur hinbekommen, wenn wir sozusagen diese Stimme entweder in die BWL, in die Bilanzen ins Bib integrieren.

00:36:49: und dann würde ich auch wieder sagen, flutscht das sozusagen mit der Freiwilligkeit und der Eigenverantwortung.

00:36:55: Aber solange das so nicht ist, Du bist doch heute wirtschaftlich immer noch erfolgreicher, wenn dir Umwelt und Menschenrechte egal sind.

00:37:03: Und das ist die große Ungerechtigkeit.

00:37:05: Das ist das, was den BNW umtreibt, dafür zu sorgen, eben genau diese Mechanismen durch fiskalpolitische Instrumente mit Steuern endlich wieder steuern und und und dafür zu sorgen, dass eben das bei jeder wirtschaftspolitischen Entscheidung eben auch mit berücksichtigt wird.

00:37:23: Ja, also genau mein Reden, Katharina.

00:37:26: Ich weiß noch, als ich seinerzeit anfing vor sieben Jahren hier bei Antropia hatte ich auch ein Gespräch mit einer SPD, Ranghorn-SPD-Politikerin, wo ich auch sagte, gut, ich komme jetzt außer BWL.

00:37:39: Für mich ist das eigentlich klar, solange die Exzernalisierung von Kosten möglich ist.

00:37:46: wird man es einfach tun, weshalb sollte man es dann eben nicht tun, wenn man Börsen notiert, der Aktiengesellschaft ist.

00:37:52: So wie wir müssen das Thema Kosten in die Bilanz reinkriegen.

00:37:56: Wir schaffen es auch, latente Steuern da reinzukriegen, weil kein Mensch der Welt versteht.

00:38:00: Diese schaffen wir es nicht irgendwie, Kosten da reinzukriegen, die in der Lieferkette sind, die ich zwar nicht im Preis bezahle, aber die man trotzdem quantifizieren kann.

00:38:08: Man kann alles Mögliche quantifizieren heutzutage.

00:38:11: Und wenn es über Annahmen geschieht, Und Wirtschaftsprüfer würden sie in die Ende klatschen, wenn sie nach neues Aufgabenfeld bekämen, die fehlende Nachhaltigkeitsrücklage zu berechnen im Jahresabschluss.

00:38:23: Da freuen die sich darüber.

00:38:25: Und das geht auch.

00:38:26: Aber ist egal, da hat die Politikerin seinerzeit gesagt, Herr Kuschel, gute Idee, viel zu dickes Brett können Sie vergessen.

00:38:32: Sieben Jahre weiter, immer noch nichts passiert.

00:38:34: Leider Gottes, also sind wir dann doch wieder bei dem Thema Eigenverantwortung.

00:38:39: Spätestens in dem Moment, wo es jetzt teilweise zurückgedreht wird, mich freut sehr zu hören das banken versicherung sagen interessiert uns einfach nicht.

00:38:46: wir machen es trotzdem ja und dann bleibt der druck einfach hoch egal ob er vielleicht regulatorisch vermeintlich gesunken ist.

00:38:54: ich hatte eben kurz angesprochen das demer emissions handel.

00:38:59: Ja.

00:39:01: Ich will jetzt keine Namen nennen, aber das ist jetzt natürlich durch auch gerade Chemieindustrie, die sagt, wir können, wir sind im weltweiten Wettbewerb.

00:39:09: Euren Bundesland?

00:39:09: Ja, hast du jetzt gesagt.

00:39:13: Wir können uns das nicht leisten, wir sind im weltweiten Wettbewerb und wenn uns hier Kosten aufgedruckt werden, die unsere weltweiten Mitbewerber nicht haben, dann haben wir einen Kostennachteil und dann können wir die nächsten drei Tausend Mitarbeitenden freisetzen.

00:39:28: Das ist natürlich dann auch ein Argument, wo Politiker direkt darauf anspringen.

00:39:34: Man hat ja auch gesehen, dass unsere Wirtschaftsministerin dann auch schon Verständnis gezeigt hat.

00:39:44: Wie ist dieses Thema zu betrachten?

00:39:47: Wenn wir jetzt an das Thema Emissionshandel gehen, da reden wir nicht über regulatorik und wie viel Mitarbeitenden hast du denn zu reporten?

00:39:55: Das ist ja ein ganz zentrales Instrument unserer Klimapolitik, zumindest der Europäischen hier.

00:40:01: Aber im weltweiten Wettbewerb kann es natürlich auch ein Standordnerteil sein.

00:40:06: Wie seht ihr das?

00:40:07: Also ich weiß gar nicht, wer sich bewogen fühlt, darauf zu antworten.

00:40:11: Antje, du?

00:40:11: Du machst gerade

00:40:12: den... Also ich atme schon tief durch.

00:40:15: Ich bin überhaupt keine Emissionshandelsexpertin, aber im Prinzip ist es ja vergleichbar mit allen anderen Regelungen, die du einführen willst, wo du die Politik nicht weiß, ist es machbar oder nicht.

00:40:23: Ich finde es vergleichbar mit, kann man PFAS-Verbot einführen oder nicht, weil dann sagen die mir, okay, funktioniert nicht mehr.

00:40:29: Die Politik kann das nicht beurteilen und sagt, okay, dann lassen wir das da außen vor, weil sonst geht uns die Wirtschaft flöten.

00:40:34: was ich einen guten Mechanismus fände, der irgendwie noch nie Einfluss gefunden hat, ist, dass man eben wirklich ein sorgfältiges Auge auf die Pioniere hat und sagt, okay, wir machen jetzt Übergangsfristen.

00:40:44: Und okay, wir lassen das noch außen vor.

00:40:46: Aber sobald jemand das geschafft hat, also was es ich PFAS zu ersetzen oder eben die Energie emissionsfrei zu gestalten, dann wird es der neue Standard.

00:40:56: Und die Politik sollte sich ganz stark daran setzen, Anreize zu setzen.

00:41:00: und es wäre ein starker Anreiz zu sagen, ich schaffe die Standards, also ich mache das erst mal mit Stufen und sobald aber jemand das geschafft hat, dann wird es der neue Standard und dann müssen die anderen sich danach richten.

00:41:09: Das wäre ein konkreter Anreiz sozusagen wirklich in Innovation und nicht nur in Lobbyarbeit dagegen zu investieren.

00:41:15: Und dann alles dafür zu tun, eben die Unternehmen auch zu unterstützen, dahin zu kommen.

00:41:18: Also da müssten eigentlich die, da müssten, also es sollte jetzt nicht die Investitionen da rein gehen, Flugtickets zu unterstützen, dass sie billiger werden, sondern okay, wie schaffe ich denn die energiereichen Unternehmen, Produktionenstätten in Deutschland, dahin zu diesem Wandel zu gestalten, dass sie eben emissionsfreie Energie produzieren können.

00:41:34: Was braucht's?

00:41:36: Ja, das wäre mein Einsatz.

00:41:38: Ja.

00:41:38: Und der Emissionshandel ist ein zentrales Element, auf den sich jetzt auch die Parteien in den letzten Jahrzehnten geeinigt haben, um zu sagen, okay, wir wollen unsere Klimaziele schaffen.

00:41:48: Und als zentrales Element haben wir den Emissionshandel.

00:41:51: Und das, was eben Wirtschaft ja immer einfordert, Planungssicherheit, war eben auch natürlich mit diesem abgestuften Vorgehen erst sozusagen das nationale Emissionshandelssystem.

00:42:01: Und jetzt aber eben auch zu wissen, okay, ab twenty, sieben, zwanzig sollte es für Gebäude und Verkehr auf EU eben ausgedehnt werden.

00:42:08: und dann auch diesen Anstiegspfad in dem Sinne zu kennen.

00:42:11: Also eigentlich ein perfektes Modell für Unternehmen sich darauf einzustellen und seit Jahrzehnten sozusagen auch die konservativen Kräfte, die Liberalen immer gesagt haben, lasst uns doch mit den ganzen sozusagen Vorgaben in Frieden.

00:42:25: Wir lösen das einfach alles über den CO-Preis.

00:42:28: Das ist doch ein schönes marktwirtschaftliches Instrument.

00:42:30: Lasst uns das so machen.

00:42:32: Und sozusagen kurz bevor dieses marktwirtschaftliche Instrument greifen soll, also das muss man sich mal vorstellen.

00:42:39: Und kurz vorher fährt der Wirtschaft ein, ob sie, wir haben eigentlich die Probleme noch gar nicht richtig angegangen.

00:42:46: Das ist ja nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

00:42:49: Dafür gibt es doch mit ZIBAM und den anderen Maßnahmen dann eben auch an den Außengrenzen.

00:42:54: Da haben wir doch Konzepte.

00:42:56: Und es gibt sozusagen die die Klimaschutzverträge, die die Bundesregierung mit zum Beispiel eben Stahl und Zement macht, um genau diesen grünen Wandel da auch zu ermöglichen.

00:43:06: Und kurz vorher fällt jetzt jemandem ein, ach nee, das schaffen wir ja dann doch nicht.

00:43:11: Und auf gesamtgesellschaftlicher Ebene haben wir ja auch immer gesagt, Leute, wir brauchen das Klimageld, sonst fällt uns das aus sozialpolitischer Warte total auf die Füße.

00:43:21: Aber wir sehen diese Verschiebung, also der ETS-II ist jetzt ja auch im Jahr zwanzig, achtundzwanzig verschoben, die sehen wir eben sehr, sehr kritisch, weil alles das, wo du der Wirtschaft eben auch genau diese Anreize für Investitionen, wenn ich weiß, es kommt der ETS-II und es steigen eben auch die Kosten für zum Beispiel fossile Energieträger, dann kann ich viel besser in eine Anlage investieren, weil sie sich schneller amortisiert, also wenn ich darauf setze, dass der jetzt noch weiter verschoben wird und man das Problem aussitzt und dann natürlich auch völlig klar ist, sich alle Studien einig, dann werden wir unsere Klimaziele nicht erreichen und alleine eben aus dem Interesse Wirtschaftsstandort Deutschland auch die ganzen CleanTech-Patente, also diese ganzen Märkte, die wir ja jetzt in dem Sinne noch mit bedienen.

00:44:05: Das, wie Anches vorhin aufgezeigt hat, für die wir Automobil wird, werden wir dann auch in vielen anderen Sektoren sehen.

00:44:11: Wenn wir uns angucken wie China, in grünen Wasserstoff, in erneuerbare Energien, in Batterietechnik, in Speicher, in E-Mobilität investiert, dann kann man einfach sagen so... Oh, Blaupause.

00:44:24: Rund um uns, die Länder in Europa, Smart Mieter, super große Verbreitung, weil du damit auch ein netzdienliches Verbrauchen und Einspeisen hinkriegst und eben gar nicht so viel Stromnetzausbau betreiben musst.

00:44:37: Wärmepumpen-Einbau, wir sind ja überall schlusslich.

00:44:39: Also an der Stelle quasi auch einfach den großen Zuruf.

00:44:43: Und ich meine ... Die Stiftung Klimawirtschaft, mit der wir ja auch freundschaftlich zusammenarbeiten, die hatte es jetzt ja gerade auch nochmal mit ihrem Aufruf eben gezeigt.

00:44:51: Die Wirtschaft fordert an der Stelle doch auch Planungssicherheit ein und es reicht eben nicht, der Andreas Jung von der Union hat uns bei der Jahrestagung erklärt, was wollt ihr denn?

00:45:04: Wir geben euch doch Planungssicherheit.

00:45:06: Wir haben doch gesagt, wir stehen zu dem Klimaziel.

00:45:09: Und wenn du mit den Unternehmen sprichst, weißt du aber, dass das nicht ausreicht.

00:45:12: Weil natürlich müssen sich Ziele auch in Maßnahmen und Zwischenschritte untersetzen.

00:45:17: Und zum Beispiel dieses hin und her und rein in die Pantoffeln raus aus dem Pantoffeln beim Heizungsgesetz und der Förderung vom Wärmepunkt.

00:45:24: Das ist Gift.

00:45:25: Gift für die Unternehmen, die Arbeitsplätze Made in Germany herstellen, also Technik Made in Germany, ne?

00:45:30: Die ganze Effizienzbranche, wenn wir uns das anschauen, nicht nur Wärme pumpen, auch Dämmung und so weiter, die müssen gerade in Kurzarbeit gehen.

00:45:37: Und das zu einer Zeit, wo wir deren Lösungen dringender brauchen, denn je.

00:45:41: aber eben Politik schafft es gerade, sie so zu verunsichern, weil sie auf diese fossile Vergangenheit so viel quasi gerade auch Instrumente abstellen, dass das wirklich eine gefährliche Situation ist.

00:45:54: für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

00:45:56: Und für die und für die Glaubwürdigkeit der demokratisch gewählten Regierung, wenn so wie dazu mit alle Zusagen oder alle Regelungen, die da in den nächsten Jahren kommen, kurz vor wieder aufgeweicht werden.

00:46:07: Also, ja, verlierst du jegliche Glaubwürdigkeit.

00:46:12: Ja, schafft natürlich Unsicherheit, Planungssicherheit ist nicht gegeben.

00:46:19: Die politischen Rahmenbedingungen sind nicht stabil.

00:46:23: Sie sind nicht berechenbar.

00:46:25: Und jetzt, wie eingangs ja anmoderiert, werden sie auch noch stark zurückgedreht.

00:46:31: Und trotzdem müssen wir es doch gemeinsam schaffen.

00:46:33: Und jetzt haben wir das Problem.

00:46:35: Wer dich nachhaltig verhält, Herr Antje, der trägt oft die höheren Kosten.

00:46:39: Und das ist natürlich kein fairer Wettbewerbs.

00:46:44: Markt der da sozusagen aktuell da ist und der auch schon möglicherweise zu Zeiten als du angefangen hattest, die Transformation bei vd voranzutreiben ja auch schon so war.

00:46:57: Wie können wir denn, wenn man jetzt mal auf die Branche guckt und vielleicht mal ein Beispiel ansche, weil du jetzt gerade hier bist auch auf die Textilbranche guckt, wie kann man es eigentlich schaffen eine ganze Branche oder warum schafft Eigentlich ganze Branchen?

00:47:10: ist nicht gemeinsam in Richtung Nachhaltigkeit zu gehen, obwohl ja vielleicht alle langfristig profitieren.

00:47:17: Ich meine, VD ist ein Beispiel oder woran liegt es?

00:47:20: Wie würdest du das beurteilen?

00:47:25: Also muss ich wirklich auch wieder differenziert beantworten.

00:47:28: Die globale Textilbranche ist eine Katastrophe und vor allem hier mit Temu und Schein und diesen ganzen Billig waren, die den Markt überschütten und dafür sorgen, dass Es ist ja unheimlich hohe Verbräuche und wenn man es nicht wirklich nachhaltig betreibt, dann ist das eines der größten Umweltkatastrophen.

00:47:46: Diese ganzen billige Dinge, die da produziert werden, die hinterher nur wieder verbrannt werden oder auf irgendwelche Deponien geschüttet werden, die unglaublich viele... Schadstoffe beinhalten, die dann in die Flüsse und in die Meere gehen, die hohe CO-Zwei-Emissionen für Ursachen aufgrund der ressourcenstarken, oftmals noch fossilen Energiequelle der Herstellung, also Katastrophe, Katastrophe.

00:48:10: So ist der globale Markt.

00:48:12: Und ja, wir sind auch immer stärker in so einer Billigschiene drin auf der einen Seite.

00:48:15: Auf der anderen Seite, wenn ich jetzt hier auf Deutschland und Europa gucke, hat sich da schon auch viel getan.

00:48:21: Und da hat sich viel getan durch Brancheninitiativen, durch so etwas wie engagierten Entwicklungsminister damals, der Herr Müller, der ganz stark eben nach der Katastrophe in Bangladesch dazu beigetragen hat, da Initiativen zu schaffen von Textilbündnis und grünen Knopf, aber auch so Branchenverbänden wie der EOG, also der European Auto Group.

00:48:47: Und also so ein, da ist schon viel zu spüren von okay, wir, also auch der Textilstandard Fairware.

00:48:55: Das ist der Textilstandard, der dafür sorgt sozusagen für faire Arbeitsbedingungen in den Lieferketten.

00:49:00: Und alle basieren auf dem gleichen Prinzip.

00:49:02: Hey, wir haben hier Probleme.

00:49:03: Wir sind engagierte Unternehmen, die miteinander nach Lösungen ringen.

00:49:07: Zum Beispiel bei Fairware ist es so, da teilt man sich dann auch die Audits.

00:49:10: Man hat eine Produktionsstätte und mehrere Unternehmen sind bei Fairware.

00:49:16: Also teilt man sich die Auditkosten, man teilt sich die Maßnahmen, die getan werden müssen.

00:49:20: Man stimmt sich ab, man tauscht sich aus.

00:49:23: Weil Nachhaltigkeit ist ein Teamsport und funktioniert gemeinsam.

00:49:26: Und ich glaube, dass wir da auch wirklich ein wichtiger Player sind, also wir in der Rolle von, wir gehen vorweg und wir schaffen wirklich die hohen Standards, weil einerseits ist es ein gewisser Benchmark, der dann einmal gesetzt ist.

00:49:38: Da wollen auch viele nachziehen und zweitens war es dann auch, dann macht es jemandem mal voraus und dann kann man sich das vorstellen, wie das ist und dann ist es auch nicht mehr irgendwie so eine unwahrscheinliche Ungreifbare Geschichte, die vielleicht sich so einfach nur sehr ideell oder ideologisch anhört, sondern das ist ganz greifbar in Maßnahmen runtergebrochen.

00:49:56: und jemand hat es schon mal gemacht und er nimmt sich auch mit.

00:49:59: Das hat schon eine Zugkraft und wir haben in der Autobranche wirklich geschafft, da hohe Standards schon zu setzen mit BlueSign und Fairware.

00:50:07: Und auch Unternehmen jetzt so wie Chibo oder Kick machen auch beim Textilbündnis mit, also da wird schon an Standards gearbeitet und das ist im Miteinander.

00:50:16: Es wurde begleitet auch teilweise eben von Regierungsinitiativen.

00:50:20: Es wurde auch so was geschaffen, wie der Textil, also das grüne Knopf, der jetzt nicht das Erfolgsmodell ist, weil es zu wenig eingesetzt wird, aber immerhin... wurde da Aufmerksamkeit draufgelegt und es wurde begleitet hin zur Umsetzung und es wurde sozusagen auch Anreize geschaffen, so ein bisschen eben durch den grünen Knopf.

00:50:35: Ich denke so in die Richtung funktioniert, das kann ja schon funktionieren.

00:50:38: Also Branche-Initiativen, die begleitet werden, das ein Beispiel noch ist, wir haben über die EUG und von uns initiiert einen eine Initiative oder halt ein Projekt in unseren Lieferketten, wo wir mit zehn Wettbewerbern gemeinsam analysieren, okay, an welchen Produktionsstätten sind wir, wie viele Emissionen werden dadurch was verursacht, wie können wir da, wie können wir das übereinanderlegen, wie können wir durch Maßnahmen da begleiten, wie können wir auf energieeffizientere Methodiken oder Energien umsteigen.

00:51:10: und und das brauchen Moni, also es braucht so einen Das braucht Moderation, das braucht Begleitung, das braucht Expertise.

00:51:16: Da kann man unterstützen, da kann man von der Regierung unterstützen, da kann man durch Fördergelder unterstützen.

00:51:20: Aber das Miteinander ist dann sozusagen der Schlüssel dazu, sozusagen gemeinsam rekompetitiv sozusagen Maßnahmen abzuleiten.

00:51:28: Ich glaube, da muss es hingehen und ich sehe auch überall da Bewegungen, wo da engagierte Unternehmen sich zusammentun.

00:51:36: Und ich würde gerne noch bei dir bleiben.

00:51:38: Du hast ja gerade auch Ein bisschen den beschrieben wie von der vorangegangen ist.

00:51:45: jetzt könnte man ja sagen okay.

00:51:47: Antje von davids hat ja auch ein bisschen leicht reden weil sie hat eine publikums marke die auch aufgeladen wird mit markenwert und die verbraucher.

00:51:58: Ja die zahlen dann einfach mehr die gehen hin sage ich kauf mir gerne eine vd-jacke weil mir gefällt die marke so jetzt.

00:52:04: Chemieindustrie, ich lief euch jetzt weltweit.

00:52:06: Also

00:52:06: da muss ich schon mal einhaken, weil das ist einfach falsch, also das ist ja falsch.

00:52:10: Soll ich gleich einhaken?

00:52:13: Lass mich, lass mich, will dich ja gerne ein bisschen rausfordern, merkst du hier.

00:52:18: Lass mich noch kurz den Satz zu Ende.

00:52:19: Also in der Chemieindustrie kann das eben sein.

00:52:23: Okay, ich bin in weltweiten Wettbewerb und wenn ich meine Vorprodukte irgendwo hinliefere, dann geht es nicht um eine Love Brand oder sonst wieder.

00:52:29: Da geht es um knallharten Preis und das mag ja sein, dass langfristig Nachhaltigkeit günstiger ist, aber ich gucke hier auf die nächsten fünf Jahre, solange ich hier Vorstandsvorsitzender bin und da will ich es möglich reussieren.

00:52:41: Was sagst du diesen Kritikern, die sagen B to C hat es ja auch leichter als B to B?

00:52:48: Also zum einen möchte ich, das habe ich ja immer wieder sozusagen so.

00:52:51: Outdoor-Markt ist ja so eine Nische, so eine Kuschelnische und ihr habt ja deine Marke, könnt einfach mehr Geld verlangen, das ist einfach falsch.

00:52:55: Also der Outdoor-Markt ist ein knallharter internationaler Wettbewerb, der dominiert wird von den amerikanischen großen Marken oder jetzt immer stärker eben auch von so einer Billigmarke, Dickathlon, die einfach mit unglaublich finanziellen Mitteln den Markt aufrollt und mit unglaublich Billigbreisen reingeht.

00:53:15: Und da als Familienunternehmen im mittelständischen Größe zu überleben und zu reussieren, ist wirklich Nicht leicht, ist herausfordernd, ist extrem herausfordernd.

00:53:23: Und ja, wir können über die Marke, können wir was abpuffern, aber wir können nicht, wir können nicht hergehen und sagen, also es gibt ja kein, es ist ja nicht wie in der Lebensmittelbranche, dass es da einen Öko-Lebensmittelmarkt gibt und da sind die Kunden dann gewohnt, das kostet zehn Prozent mehr, zwanzig Prozent kauf ich gerne, weil, nee, sondern wir hängen ja mit unserer Regenjacke, neben der anderen Regenjacke, und da kann die nicht einfach, da kann die die Eckkreislage, die alles bestimmt, kann die nicht übersteigen.

00:53:50: Oder kann die vielleicht manchmal übersteigen, wenn sie eine ganz tolle Geschichte zu erzählen hat, die den Mehrwert liefert.

00:53:55: Aber diese ganzen Aufwendungen, die wir haben, um überhaupt sozusagen erst mal die Schadstoffe loszuwerden, die Emissionen runterzuholen, die ganzen Themen, die sind ja dem Teil auch gar nicht sichtbar, sondern das ist einfach ein höherer Level, den finanzieren wir und sind dann aber sozusagen, müssen trotzdem die Eckpreislage bedienen.

00:54:13: Keiner sagt, dass es einfach ist und bei keinem Unternehmen ist es einfach.

00:54:16: Nachhaltigkeitsmanagement, nachhaltige Ziele zu erreichen, ist einfach eine Königsdisziplin, wo ich wirklich exzeptionell gut wirtschaften muss und super effizient sein muss, um mir das leisten zu können.

00:54:26: Und das ist bei B to B, wie B to C nicht anders.

00:54:29: Bei B to B, ja.

00:54:31: Der Vorteil eben von so Chemie-Unternehmen ist, die haben dann eben mehr finanzielle Ressourcen, um in Innovationen zu gehen, um ... um über Economies auf Scales sozusagen Sachen umzusetzen.

00:54:43: Den Nachteil haben weder wir als mittelständisches Unternehmen, die vielleicht nicht nach drei Jahresrhythmen sozusagen gucken müssen, dass sie die Zahlen erreichen, aber die, die das Thema haben, okay, wir haben gar nicht die Economies auf Scales, wir müssen jedes Mal immer mit.

00:54:57: Mitstreiter finden, die mit uns Sachen realisieren, damit wir was voranbringen.

00:55:01: Wir haben nicht die Scales, um einfach hier so eine Million Investitionen zu machen, um sozusagen die eigene Infrastruktur zu verändern.

00:55:09: Also jedes Unternehmen hat wirklich existenzielle Herausforderungen, diesen Weg zu gehen.

00:55:14: Der ist kein einfacher Weg.

00:55:16: Und da gibt es viele Gründe, warum es nicht geht in jeder Branche, in jeder Unternehmensgröße, in jeder Unternehmensform.

00:55:24: Gibt viele Gründe, warum es nicht geht.

00:55:27: Aber die Frage ist ja, wie geht's?

00:55:31: Genau, wie geht's?

00:55:32: Und sozusagen, was muss man doch auch der Stahl- und der Chemieindustrie und der Zementindustrie zurufen?

00:55:38: Und das ist doch... dass wir die Emission runterbringen müssen, ist ja kein deutsches alleiniges Vorhaben, sondern das ist ja allein aus Risikoperspektive, was alle Länder weltweit umtreibt.

00:55:51: Und ich habe schon was dazu gesagt, dass China das erkannt hat und diese Zukunftsmärkte investiert.

00:55:56: Und wir sehen es auch an öffentlichen Ausschreibungen.

00:55:59: Also das heißt für den Einsatz beispielsweise von emissionsärmerem Stahl und so weiter, aber beispielsweise eben auch bei Ausschreibungen für chemische Komponenten und so weiter.

00:56:09: Das heißt, das ist ein bisschen, da ziehen sie sich auch aus ihrer eigenen Verantwortung zurück, wenn sie so argumentieren, weil es natürlich inzwischen vielfach Vorgaben und Verflechtungen gibt, wo sie aus ganz ureigensten ökonomischen Interessen auch für ihr Unternehmen hingucken müssen.

00:56:25: Es geht ja gar nicht mehr nur um billig billig.

00:56:28: Es geht schon natürlich eben auch dann auch für die beispielsweise für die Aktionärinnen und Aktionäre zu zeigen, okay, wir haben hier auch übrigens einen Plan für die Decarbonisierung von da.

00:56:38: Das darf man nicht.

00:56:39: wegschieben.

00:56:40: und vor allen Dingen wirklich dieser Appell.

00:56:42: Schaut euch an, welche anderen Regionen in der Welt eben auf die Zukunftsmärkte setzen und ja gerne immer mit Blick auf unsere Wirtschaftsministerin.

00:56:52: Ich möchte ihr gern zurufen, dass sie aufhören soll, die Zukunftsmärkte zu ignorieren.

00:56:57: Sie war nicht auf der Windmesse, sie war nicht bei der Heizungsindustrie, sie war nicht bei der Verleihung vom Effizienz-Award, obwohl sie Schirmherrin ist.

00:57:06: Also das heißt an der Stelle jetzt auch den Kräften in Deutschland den Rücken zu stärken, die genau an diesen Zukunftsmärkten arbeiten.

00:57:13: Das ist, glaube ich, wirklich was, was jetzt ansteht.

00:57:15: Und das rufe ich dann gerne auch Mona Neubauer zu, der Wirtschaftsministerin aus NRW, weil natürlich mit diesem Ganzen können wir nicht drüber nachdenken, ob wir Mechanismen wie den ETS-Zahl nach hinten raus schieben.

00:57:29: Sie hilft damit der Wirtschaft in keinster Weise.

00:57:32: Was ich auch noch für eine Gedanke noch drin habe, ist dieses, das ist immer so eine Frage der Ressourcen.

00:57:37: Und so lange ich als Unternehmen das Gefühl habe, dass meine Ressourcen da sinnvoller investiert sind, mich gegen Transformation und Veränderung aufzulehnen, packe ich meine Ressourcen da rein.

00:57:48: Und wenn da nicht ein harter Cut mal kommt, sondern immer die Tür offen bleibt und ich immer als Unternehmenssinn habe, ja, wirtschaftlich ist am sinnvollsten, da stecken wir die Energie rein, die Stadt in die Veränderung mich zu begeben, findet das nicht statt.

00:58:01: Weil warum sollte ich eine gut laufende, gut zu melkende Kuh verlassen, wenn ich immer noch weiß, mit ein bisschen Energie kriege ich die noch länger gemolken, statt eben mich um neue Felder zu bemühen sozusagen.

00:58:11: Deshalb ist es wirklich, da gebe ich Katerina, das reicht eben auch wirklich wichtig, da jetzt auch als Politik Kante zu zeigen.

00:58:19: Trotz wirtschaftlicher Felder.

00:58:22: Das ist ja gerade auch unsere Analyse beispielsweise mit Blick auf, wer hat sich denn eigentlich zu Wort gemeldet, auch von den ganz großen Unternehmen, wenn es eben um ein positives Votum für gemeinsame Regeln, für genau diese Zukunftsmärkte und für diese neue Nachhaltigkeits- ernsthaftigkeit geht.

00:58:39: und das ist einfach ja extrem herausfordernd.

00:58:41: Und unsere Analyse ist eben, dass die vernünftige Mitte der Wirtschaft zu leise ist.

00:58:46: Und wenn ihr wollt, könnt ihr ja vielleicht den Kommentar, den ich gerade für Table Media dazu geschrieben habe, auch verlinken in den Schauen.

00:58:52: weil da steckt, glaube ich, ganz viel drin an Begründung, warum in der Politik überhaupt dieses laute wording hängen bleiben konnte, die Wirtschaft will nicht.

00:59:05: Das liegt eben einfach daran, dass die vernünftige Mitte zu leise ist und dadurch aber eben die lauten Ränder dann die Diskussion auch so dominieren.

00:59:13: und natürlich was, was uns extrem umtreibt und wo ich eben einfach gerne auch nochmal wissen würde, wie können wir da eigentlich auch die klassischen Industrieverbände?

00:59:23: Wie kann es eigentlich gelingen, auch beispielsweise die Kammern?

00:59:27: Wie kann es gelingen, die auch noch stärker eben zu ermundern, diese vernünftige Mitte?

00:59:32: Einfach an der Stelle lauter, hörbarer zu machen,

00:59:36: ja.

00:59:36: Kraftvoll durch den Gegenwind gegangen, vehement uns dagegen gestemmt in den letzten gut zwanzig Minuten.

00:59:44: Wir kommen zum Ende unseres Podcasts heute, aber wir sind auch bei den Zukunftsbildern ja angelangt.

00:59:52: Ich war gestern auf dem Kongress der Umweltwirtschaft in NRW.

01:00:00: Und habe dort vernommen und war sehr, sehr überrascht, dass die Green Tech Sektor in Deutschland ein weltweit führender Sektor ist.

01:00:11: Ich glaube, ich habe eine Zahl im Kopf etwa vierzehn Prozent Anteil an der Brutto-Wertschöpfung beispielsweise.

01:00:17: Arbeitsplätze, die da im Entstehen signifikant mehr als.

01:00:23: in der Automobilindustrie zum Beispiel.

01:00:25: Also das ist ja mal ein positives Signal, wo wir in einer Branche, wo wir mit einem Thema Wettbewerbs- und zukunftsfähig sind und genau dem Richtigen natürlich, denn mit GreenTech können wir Nachhaltigkeit ja für die Zukunft fortschreiben.

01:00:41: So, vielleicht können wir damit schließen, ihr seht vieles, gerade im Bundesverband, welche Beispiele aus Wirtschaft und Politik machen euch jetzt.

01:00:52: gerade Mut.

01:00:54: Ich würde direkt bei dir, weil das ist super spannend, sich die Zahlen von Green Tech Atlas anzugucken und in diesem ganzen Gejammere eben die Wirtschaft wächst nicht, die Wirtschaft wächst nicht.

01:01:04: Green Tech ist eben was, was wächst.

01:01:07: und dann lass uns doch diese Stärken stärken und das ist dann auch was, was mir Mut macht.

01:01:12: Ja, was macht mir?

01:01:14: Also aus Politik habe ich gerade nicht so viel, was mir Mut macht.

01:01:17: Da hänge ich gerade.

01:01:25: Da bleibe ich bei den Anfangsbildern.

01:01:27: Mir macht Mut, dass der Bundesverband nachhaltige Wirtschaft weiterhin wächst mit engagierten Mitarbeitern, mit Mitgliedern.

01:01:37: Das macht mir Mut.

01:01:39: Was ich auch total cool finde, ist, dass

01:01:41: ich

01:01:41: Mitarbeiter auch.

01:01:46: Ich bin ja ziemlich viel auf LinkedIn unterwegs und ich finde, Was ich da spüre als Trend ist, dass Konsumenten sich immer bewusster werden über ihre Rolle.

01:01:57: Ich meine, ich glaube, das ist auch so eine Bewusstseinswertung, dass quasi ich trage Verantwortung dafür, in welcher Welt ich eigentlich lebe, durch auch nicht nur durch die Stimme, die ich abgebe als Demokratin, sondern auch als Konsument und Konsumentin.

01:02:07: Ich glaube, dieses Bewusstsein wird in diesen wirklich stürmischen Zeiten geprägt und gestärkt.

01:02:13: Und das spüre ich in vielen Äußerungen und Bewusstwertungen so, wo es bei vielen Leuten gerade klick macht.

01:02:19: Und das macht mir auch.

01:02:20: Das

01:02:21: macht Mut.

01:02:23: Ich hoffe, Olli, und ich bin eigentlich sicher, Olli, dass ich auch für dich spreche.

01:02:29: Uns macht Mut, dass wir so wunderbare Mitstreiterin haben für unsere gemeinsame Sache,

01:02:35: dass wir uns... Heben, ihr seid ja auch bei

01:02:37: uns Mitglied.

01:02:38: Das ist ja genau, dass wir einfach alles Schöne auch zusammenkommen.

01:02:42: Und ich bin jetzt auf dem Regionalgruppen Treffen bald, ne?

01:02:46: Hier in der Alanus

01:02:48: Hochschule.

01:02:49: Also ich steig jetzt auch aktiv ein.

01:02:51: Da freue ich mich auch sehr.

01:02:52: Also uns macht Mut, dass es euch gibt und lass uns in der Zeit, wo der Wind uns entgegen bließt, dagegen stemmen.

01:02:59: Lass uns vor allem die guten Beispiele gemeinsam zeigen.

01:03:03: Die anderen sollen sehen, es geht weiter, es gibt diese Lösungen.

01:03:07: und sofern bin ich sehr bei dir, Anche.

01:03:11: Lass uns über die positiven Zukunftsbilder nachdenken und vor allen Dingen für die Zukunft.

01:03:17: unserer Kinder das Beste machen.

01:03:20: Ganz herzlichen Dank, Katharina Reuter, Anje von Davids für diesen wunderbaren Podcast.

01:03:25: Spaß gemacht, danke.

01:03:29: Vielen Dank fürs Zuhören.

01:03:31: Wir nehmen wieder spannende Einblicke mit in die Heimat der Zukunftsmacher.

01:03:35: Schreiben oder sprechen Sie uns gerne an unter redaktion-etauf-in-zukunft.de.

01:03:40: Bis zum nächsten Mal.

Über diesen Podcast

In Aufwind Zukunft beschäftigen wir uns mit den drängenden sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit.
In einem Quadrolog bauen wir gemeinsam an der Landebahn für eine enkelfähige Zukunft. Wir sind Dirk Sander und Oliver Kuschel, Geschäftsführer der gemeinnützigen Anthropia gGmbH, die mit der Impact Factory eine Start-up-Fabrik für gesellschaftliche Innovationen betreibt.

Die Impact Factory ist eine gemeinsame Initiative der Gründungspartner Beisheim Stiftung, Franz Haniel & Cie. GmbH, KfW Stiftung und Anthropia gGmbH mit Unterstützung der Programmpartner Der Paritätische NRW und Wilo-Foundation.

Die Initiator:innen haben zusammen ein einzigartiges Gründerstipendium ins Leben gerufen, das Sozialunternehmer:innen aus ganz Deutschland einen kollaborativen Raum bietet, an dem skalierbare Innovationen zur Lösung komplexer sozialer und ökologischer Herausforderungen entstehen. Wer auf Basis sozialer Geschäftsmodelle ein Unternehmen gründen möchte, findet hier sein Zuhause.

von und mit TAS Emotional Marketing und Anthropia Co-Produktion

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